Mario Adorf wurde am 8. September 1930 in Zürich geboren und wuchs in Mayen in der Eifel auf. Er studierte zunächst in Mainz und Zürich, bevor er seine Schauspielausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München begann. Am 8. April 2026 verstarb er im Alter von 95 Jahren in seiner Wohnung in Paris nach kurzer Krankheit.
Seinen Durchbruch feierte Adorf 1957 mit Nachts, wenn der Teufel kam (1957), wofür er den Deutschen Filmpreis erhielt. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte er sich zu einem der profiliertesten Charakterdarsteller des deutschsprachigen Films. Zu seinen bekanntesten Rollen zählen Auftritte in Winnetou I (1963), Die Blechtrommel (1979), Lola (1981) und Der Rosengarten (1989). Seine Bandbreite reichte von bedrohlichen Schurken über patriarchale Figuren bis hin zu komischen Charakteren.
Adorf wirkte in über 200 Film- und Fernsehproduktionen mit und arbeitete mit Regisseuren wie Sam Peckinpah, Volker Schlöndorff, Rainer Werner Fassbinder und Margarethe von Trotta. Auch international war er gefragt und spielte in zahlreichen europäischen Produktionen. Seine markante Erscheinung und seine Fähigkeit, ambivalente Figuren mit großer Intensität darzustellen, machten ihn über Jahrzehnte hinweg zu einer festen Größe im deutschen Film.
Privat war Adorf seit 1985 mit Monique Faye verheiratet. Aus seiner ersten Ehe stammt seine Tochter Stella. Für sein Lebenswerk erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Deutschen Filmpreis und den Bayerischen Filmpreis. Mit seinem Tod verliert die deutsche Filmwelt einen ihrer prägendsten Darsteller.
[CP]
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