Gerd Fröbe, geboren am 25. Februar 1913 in Oberplanitz bei Zwickau und gestorben am 5. September 1988 in München, war ein deutscher Schauspieler, der in über hundert Film- und Fernsehproduktionen mitwirkte. Seine Karriere begann nach einer Ausbildung zum Bühnenmaler und ersten Theaterengagements in Wuppertal, Frankfurt am Main und Wien. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte er seine Arbeit im Theater- und Kabarettbereich fort und etablierte sich rasch als vielseitiger Charakterdarsteller.
Seinen filmischen Durchbruch erzielte Fröbe 1948 mit der Rolle des Otto Normalverbrauchers in Berliner Ballade (1948). In den folgenden Jahren wurde er häufig in markanten Neben- und Hauptrollen besetzt, die von humoristischen Figuren bis zu bedrohlichen Charakteren reichten. Zu seinen frühen Erfolgen zählen unter anderem Die Helden sind müde (1955) und Der Pauker (1958). Internationale Aufmerksamkeit erlangte er 1958 durch seine Darstellung eines Kindermörders in Es geschah am hellichten Tag (1958).
Weltweite Bekanntheit erreichte Fröbe 1964 als Auric Goldfinger im James-Bond-Film Goldfinger (1964), einer Rolle, die ihn dauerhaft mit dem Bild des überzeichneten Schurken verband. Weitere internationale Produktionen, an denen er beteiligt war, umfassen Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten (1965) und Ist Paris brennt? (1966). Seine Vielseitigkeit zeigte er zudem in Familien- und Literaturverfilmungen wie Der Räuber Hotzenplotz (1974).
Fröbe galt als einer der bedeutendsten deutschen Charakterdarsteller seiner Zeit. Er wurde mehrfach für den Deutschen Filmpreis nominiert und 1978 für seine langjährigen Verdienste um den deutschen Film geehrt. Bis zu seinem Tod blieb er ein gefragter Darsteller, dessen Rollenwahl von komödiantischen bis zu düsteren Figuren reichte. Sein umfangreiches Werk prägt die deutsche Filmgeschichte nachhaltig.
[CP]
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