Ralf Richter (17. August 1957 bis 15. September 2026) war ein deutscher Schauspieler und Musiker. Er wurde in Essen geboren und wuchs im Ruhrgebiet auf. Nach einer Ausbildung zum Schreiner absolvierte er eine Schauspielausbildung in Bochum. Bekannt wurde er vor allem durch markante Rollen in Film- und Fernsehproduktionen, in denen er häufig raue, bodenständige Figuren verkörperte.
Seinen Durchbruch erreichte Richter mit der Rolle des Zentralmaats Frenssen in Das Boot (1981). Der internationale Erfolg des Films machte ihn einem breiten Publikum bekannt. In den folgenden Jahrzehnten wirkte er in zahlreichen Kino- und Fernsehproduktionen mit, darunter Superstau (1991), Fußball ist unser Leben (2000) und Was nicht passt, wird passend gemacht (2002). Zudem übernahm er Gastrollen in verschiedenen Fernsehserien und Krimiformaten.
Besondere Popularität erlangte Richter durch die Rolle des Kalle Grabowski in Bang Boom Bang – Ein todsicheres Ding (1999). Die Ruhrgebiets-Komödie entwickelte sich zum Kultfilm und zählt zu den bekanntesten Werken seiner Laufbahn. Mit seiner markanten Stimme, seinem direkten Auftreten und seiner engen Verbindung zur Ruhrgebietskultur wurde Richter zu einem prägenden Charakterdarsteller des deutschen Films.
Neben seiner Schauspielarbeit war Richter auch als Musiker aktiv. Sein öffentliches Leben war zeitweise von persönlichen und juristischen Problemen begleitet, die er später offen thematisierte. Ungeachtet verschiedener Rückschläge blieb er über Jahrzehnte regelmäßig in Film- und Fernsehproduktionen präsent.
Ralf Richter starb am 15. September 2026 im Alter von 69 Jahren.
[CP]
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