Die Ikone auf Filmplakaten ist mehr als eine Figur – sie bündelt ein ganzes Versprechen in einem Bild. Auf dem Plakat zu Metropolis (1927) wird die Maschinenfrau zur überhöhten Gestalt der Moderne, halb Mensch, halb Monument. Ähnlich verdichtet Der blaue Engel (1930) mit der Pose von Marlene Dietrich die Idee von Verführung und Untergang in einem einzigen Blick.
Ikonische Figuren funktionieren oft über klare Silhouetten, wiedererkennbare Kostüme und eine starke Zentralperspektive. Das Plakat zu Die Ehe der Maria Braun (1979) zeigt Hanna Schygulla als selbstbewusste, zugleich verletzliche Nachkriegsheldin, deren Gesicht zum Symbol eines ganzen Jahrzehnts wird. In Lola rennt (1998) wird die rennende Lola mit roten Haaren zur dynamischen Ikone der 1990er-Jahre, ein Bild für Tempo, Zufall und urbane Energie.
Auch jüngere Plakate setzen auf ikonische Verdichtung, etwa Das Leben der Anderen (2006), in dem das überwachte Gesicht unter Kopfhörern für Kontrolle, Angst und moralisches Erwachen steht. Ikonen auf Filmplakaten sind damit visuelle Anker: Sie prägen das Gedächtnis, schaffen Wiedererkennung und machen aus einem einzelnen Film ein kulturelles Zeichen.
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