Robert Charles Durman Mitchum wurde am 6. August 1917 in Bridgeport, Connecticut, geboren und entwickelte sich zu einem der markantesten Schauspieler des amerikanischen Kinos. Mit seinem lakonischen, zurückgenommenen Spielstil prägte er insbesondere den Film noir und den Western. Zwischen den 1940er und 1990er Jahren wirkte er in über 120 Film- und Fernsehproduktionen mit.
Nach einer unruhigen Jugend, in der er zeitweise als Landstreicher unterwegs war und verschiedene Gelegenheitsarbeiten verrichtete, fand Mitchum über eine Laientheatergruppe in Long Beach zum Schauspiel. 1945 gelang ihm mit seiner Rolle als Lt. Walker in Schlachtgewitter am Monte Cassino (1945) der Durchbruch, der ihm eine Oscar-Nominierung als Bester Nebendarsteller einbrachte.
In den späten 1940er- und frühen 1950er-Jahren wurde Mitchum zu einer zentralen Figur des Film noir. Zu seinen prägenden Arbeiten zählen Goldenes Gift (1947), in dem er einen abgeklärten Privatdetektiv verkörperte, sowie Engelsgesicht (1952). Seine Darstellung des fanatischen Predigers Harry Powell in Die Nacht des Jägers (1955) gilt als eine seiner eindrucksvollsten Leistungen. Ebenso festigte er seinen Ruf als Western-Darsteller, etwa in Fluß ohne Wiederkehr (1954).
Mitchums Karriere umfasste ein breites Spektrum an Genres, darunter Kriegsfilme wie Der längste Tag (1962), Thriller wie Ein Köder für die Bestie (1962) und Dramen wie Ryans Tochter (1970). Sein Image als „Bad Boy“ wurde 1949 durch eine kurze Haftstrafe wegen Marihuanakonsums verstärkt, schadete seiner Popularität jedoch nicht.
Ab den 1980er-Jahren war Mitchum vermehrt im Fernsehen zu sehen, unter anderem in den erfolgreichen Miniserien Die Windsbraut des Krieges (1983) und Krieg und Erinnerung (1988). Seine markante Erscheinung, die tiefe Stimme und sein lakonischer Stil machten ihn zu einer dauerhaften Ikone des amerikanischen Kinos. Robert Mitchum starb am 1. Juli 1997 in Santa Barbara, Kalifornien.
[CP]
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