Robert Aldrich (1918–1983) war ein US‑amerikanischer Filmregisseur und Produzent, bekannt für kraftvolle Genrefilme und kompromisslose Inszenierungen. Nach einem abgebrochenen College-Studium begann er 1941 als Produktionsassistent in Hollywood und arbeitete sich rasch zum Regieassistenten hoch, unter anderem für Jean Renoir und Charlie Chaplin.
Sein Regiedebüt gab Aldrich 1953. Der Durchbruch gelang ihm mit dem Western Vera Cruz (1954), der durch seinen zynischen Ton und seine dynamische Bildsprache auffiel. Internationales Ansehen erwarb er sich mit dem Noir‑Drama Die große Hetzjagd (1955) und dem Kriegsfilm Ardennen 1944 (1956). Aldrich entwickelte früh einen Ruf für harte Stoffe und moralisch ambivalente Figuren.
In den 1960er‑Jahren festigte er seinen Status mit Werken wie dem Psychothriller Was geschah wirklich mit Baby Jane? (1962) und dem Kriegsfilm Das dreckige Dutzend (1967), die beide zu Klassikern wurden. Seine Filme zeichneten sich durch eine Mischung aus Realismus, emotionaler Intensität und gesellschaftlicher Kritik aus.
1972 gründete Aldrich sein eigenes Studio, um unabhängiger produzieren zu können. In dieser Phase entstanden unter anderem Der lange Abschied (1973) und Die Chorknaben (1977). Trotz wechselnder kommerzieller Erfolge blieb er ein einflussreicher Vertreter des amerikanischen Genrekinos.
Robert Aldrich starb 1983 in Los Angeles. Sein Werk umfasst mehr als 30 Spielfilme und gilt als bedeutender Beitrag zur Entwicklung des modernen Hollywoodfilms.
[CP]
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