Alexander Kluge (1932–2026) war ein deutscher Regisseur, Autor und Medienunternehmer. Er wurde am 14. Februar 1932 in Halberstadt geboren und studierte Rechtswissenschaften, Geschichte und Kirchenmusik in Freiburg, Marburg und Frankfurt am Main. Früh kam er über Theodor W. Adorno und Fritz Lang in Kontakt mit dem Film und wandte sich ab Ende der 1950er Jahre zunehmend der praktischen Filmgestaltung zu.
1962 gehörte Kluge zu den Mitunterzeichnern des Oberhausener Manifests, das den Aufbruch des Neuen Deutschen Films markierte. Bereits zuvor hatte er mit dem Kurzfilm Brutalität in Stein (1959) Aufmerksamkeit erregt. Mit seinem ersten Spielfilm Abschied von gestern (1966) etablierte er sich als zentrale Figur des Autorenkinos. Es folgten Werke wie Die Artisten in der Zirkuskuppel: ratlos (1968), die Science-Fiction-Filme Der große Verhau (1971) und Willi Tobler und der Untergang der 6. Flotte (1972) sowie der gemeinsam mit Edgar Reitz realisierte Film In Gefahr und größter Not bringt der Mittelweg den Tod (1974).
In den späten 1970er und 1980er Jahren arbeitete Kluge verstärkt an essayistischen Filmformen, darunter Deutschland im Herbst (1978), Die Patriotin (1979), Die Macht der Gefühle (1983) und Der Angriff der Gegenwart auf die übrige Zeit (1985). Parallel veröffentlichte er literarische Texte und gründete 1987 die Produktionsfirma dctp, die ihm langfristig Zugang zu Sendefenstern im Privatfernsehen verschaffte.
Kluge galt als einer der prägenden Intellektuellen der Bundesrepublik. Sein Werk verbindet filmische Innovation, theoretische Reflexion und politisch-kulturelle Analyse. Er starb am 25. März 2026 im Alter von 94 Jahren in München.
[CP]
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