Regen auf Filmplakaten ist ein extrem wirkungsvolles Stilmittel, weil er Bewegung, Atmosphäre und Emotion zugleich transportiert. Auf dem Plakat zu Der Blade Runner (1982) verstärkt der angedeutete Regen die neongetränkte Düsternis der Zukunftsstadt und macht die Welt sichtbar feucht, kalt und lebensfeindlich. Tropfen und Schlieren auf Lichtquellen lassen die Stadt wie ein permanent durchnässtes Labyrinth erscheinen.
Kriminalfilme nutzen Regen oft, um moralische Finsternis zu visualisieren. Das deutsche Plakat zu Sieben (1995) arbeitet zwar stärker mit Gesichtern und Typografie, doch in vielen Varianten des Motivs wird Regen als bedrückender Vorhang eingesetzt, der die Figuren von der Außenwelt isoliert. Ähnlich taucht The Batman (2022) seinen Helden in einen orangeroten Regenstrom, der wie ein schwerer, fast physischer Mantel aus Schuld und Wut wirkt.
Im deutschen Kino steht Regen auf Plakaten häufig für Schicksal und Umbruch. Am Tag, als der Regen kam (1959) verbindet den titelgebenden Niederschlag mit einer dramatischen Wendung im Leben der Figuren; der Regen markiert den Moment, in dem sich etwas Unwiderrufliches ereignet. In Die Verurteilten (1994) wird der ikonische Regenmoment zwar stärker im Film selbst erinnert, doch das Motiv des vom Himmel strömenden Wassers bleibt eng mit der Idee von Reinigung, Freiheit und Wiedergeburt verknüpft.
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