Ikonische Filmplakate verdichten ein ganzes Werk in ein einziges, sofort wiedererkennbares Bild. Das expressionistische Stadtpanorama von Metropolis (1927) mit der stilisierten Maschinenfrau steht bis heute für die Verschmelzung von Technik, Utopie und Bedrohung. Ähnlich prägend ist das verzerrte Stadtbild und die Silhouette aus Das Cabinet des Dr. Caligari (1920), das den deutschen Expressionismus visuell definiert.
Ikonisch wird ein Plakat, wenn Motiv, Typografie und Farbe zu einem Symbol verschmelzen. Der Blick von Marlene Dietrich auf dem Plakat zu Der blaue Engel (1930) ist längst über den Film hinaus zur Chiffre für Glamour und Tragik geworden. Das rot dominierte, dynamische Motiv von Lola rennt (1998) übersetzt Tempo und Zufall der Handlung in eine einzige, einprägsame Pose.
Auch politisch und historisch aufgeladene Stoffe erzeugen ikonische Bilder. Das Plakat zu Die Blechtrommel (1979) mit dem trommelnden Jungen verdichtet Protest, Kindheit und Schrecken. In Das Leben der Anderen (2006) wird das lauschende Gesicht unter Kopfhörern zum Symbol für Überwachung und moralisches Erwachen. Solche Plakate bleiben im Gedächtnis, weil sie mehr sind als Werbung: Sie werden zu visuellen Zeichen im kollektiven Gedächtnis.
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