Samuel Fuller (1912–1997) war ein US‑amerikanischer Regisseur, Drehbuchautor und Produzent, dessen Werk für eine kompromisslose, direkte Filmsprache und eine oft dokumentarisch anmutende Härte bekannt wurde. Geboren in Worcester, Massachusetts, arbeitete er früh als Zeitungsreporter und sammelte Erfahrungen, die später seine filmische Handschrift prägten. Während des Zweiten Weltkriegs diente er als Soldat in Europa; diese Erlebnisse beeinflussten viele seiner späteren Filme.
Fuller begann seine Karriere in Hollywood als Drehbuchautor, bevor er 1949 mit Ich schoss Jesse James (1949) sein Regiedebüt gab. Es folgten Werke wie Der Baron von Arizona (1950) und Der Stahlhelm (1951), die ihn als eigenständige Stimme im amerikanischen Kino etablierten. Mit Filmen wie Polizei greift ein (1953), Die Hölle von Korea (1951) und dem heute als Klassiker geltenden Schock-Korridor (1963) entwickelte er einen unverwechselbaren Stil, geprägt von moralischer Ambivalenz, gesellschaftlicher Kritik und einer rauen, unmittelbaren Bildsprache.
Besonders einflussreich wurde Die nackte Wahrheit (1953), ein Film noir über Medienmanipulation, sowie Der Tiger von Eschnapur (1959) – letzterer allerdings nur als Drehbuchautor beteiligt. In den 1960er- und 1970er-Jahren arbeitete Fuller zunehmend unabhängig und international. Zu seinen späten Werken zählen Der große rote Eins (1980), ein persönliches Kriegsdrama basierend auf seinen eigenen Fronterfahrungen, sowie Straßen der Nacht (1982).
Fuller blieb bis ins hohe Alter filmisch aktiv, schrieb Autobiografien und trat gelegentlich als Schauspieler auf. Er starb 1997 in Los Angeles. Sein Werk gilt heute als bedeutender Einfluss auf Regisseure wie Martin Scorsese, Quentin Tarantino und Jim Jarmusch.
[CP]
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