Katastrophe auf Filmplakaten bedeutet meist maximale Zuspitzung: Städte stürzen ein, Meere türmen sich, der Himmel brennt. Motive wie einstürzende Skylines, zerberstende Brücken oder überflutete Straßenschluchten verdichten das Versprechen eines totalen Ausnahmezustands in einem einzigen Bild.
Auf dem Plakat zu Flammendes Inferno (1974) dominiert der brennende Wolkenkratzer, der als Monument menschlicher Hybris inszeniert wird. Ähnlich zeigt Die Höllenfahrt der Poseidon (1972) das gekenterte Schiff als schiefen, klaustrophobischen Raum, in dem Orientierung und Sicherheit buchstäblich auf den Kopf gestellt sind.
Spätere Katastrophenfilme wie Armageddon – Das jüngste Gericht (1998) oder The Day After Tomorrow (2004) setzen auf kosmische und klimatische Dimensionen. Meteoritenschweife, gefrorene Metropolen und gigantische Flutwellen machen die Ohnmacht des Individuums gegenüber globalen Kräften sichtbar und verlagern die Katastrophe vom lokalen Unglück zur weltweiten Apokalypse.
In 2012 (2009) schließlich wird die Erde selbst zum zerbrechenden Objekt: Kontinente reißen auf, ganze Städte rutschen in Abgründe. Filmplakate solcher Werke verdichten Katastrophe zu einer klar lesbaren Ikone, in der Zerstörung, Spektakel und eine letzte Hoffnung auf Rettung in einem einzigen, überladenen Moment eingefroren sind.
Im Archiv befinden sich 196 Filmplakate zum Thema Katastrophe:
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