Herbert Achternbusch wurde am 23. November 1938 in München geboren und wuchs im Bayerischen Wald auf. Nach einer Ausbildung zum Volksschullehrer studierte er unter anderem Philosophie, Germanistik und Malerei, bevor er sich zunehmend der Literatur und dem Film zuwandte.
Seine frühen schriftstellerischen Arbeiten machten ihn in der literarischen Avantgarde der 1960er- und 1970er-Jahre bekannt. Ab Mitte der 1970er-Jahre entwickelte er sich zu einer der eigenwilligsten Stimmen des Neuen Deutschen Films. Achternbusch schrieb, inszenierte und spielte meist selbst in seinen Werken, die durch improvisatorische Elemente, satirische Zuspitzungen und eine konsequent subjektive Handschrift geprägt sind.
Zu seinen wichtigsten Filmen zählen Das Andechser Gefühl (1974), Bierkampf (1977), Servus Bayern (1977), Der Komantsche (1979), Die Atlantikschwimmer (1978), Der Neger Erwin (1981), Das Gespenst (1982) und Heilt Hitler! (1986). Viele seiner Produktionen entstanden mit geringem Budget und abseits institutioneller Förderstrukturen, was seine künstlerische Unabhängigkeit unterstrich.
Achternbusch arbeitete parallel weiterhin als Schriftsteller, Dramatiker und Maler. Sein Werk umfasst Romane, Gedichtbände, Theaterstücke und Hörspiele. Wiederkehrende Themen sind bayerische Identität, Religionskritik, Außenseitertum und die Absurditäten des Alltags.
Für sein Gesamtwerk erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Bayerischen Filmpreis und den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor. Trotz oder gerade wegen seiner oft kontroversen Positionen gilt er als eine der markantesten Künstlerpersönlichkeiten der Bundesrepublik.
[CP]
Im Archiv befinden sich 18 Filmplakate zum Thema Herbert Achternbusch:
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