Kevin Smith, geboren am 2. August 1970 in Red Bank, New Jersey, ist ein US‑amerikanischer Regisseur, Drehbuchautor, Schauspieler und Produzent. Er wuchs in einer Arbeiterfamilie auf und entwickelte früh ein Interesse an unabhängiger Filmproduktion. Nach ersten Erfahrungen an der Filmschule brach er das Studium ab, um eigene Projekte zu realisieren.
Sein Durchbruch gelang ihm mit der Independent‑Komödie Clerks – Die Ladenhüter (1994), die er mit geringem Budget drehte und die schnell Kultstatus erreichte. Der Film begründete das sogenannte „View Askewniverse“, ein loses Netzwerk miteinander verbundener Figuren und Geschichten. Es folgten die Werke Mallrats (1995), Chasing Amy (1997) und die religiöse Satire Dogma (1999), die Smith als eigenständige Stimme des amerikanischen Independent‑Kinos etablierten.
Mit Jay und Silent Bob schlagen zurück (2001) setzte Smith seine populären Nebenfiguren fort, bevor er mit Jersey Girl (2004) und Clerks II (2006) unterschiedliche Genres erprobte. Später wandte er sich auch dem Horror zu, unter anderem mit Red State (2011) und Tusk (2014). Parallel arbeitete er als Schauspieler, Podcaster und Comic‑Autor und entwickelte sich zu einer prägenden Figur der US‑Geek‑Kultur.
Smith erlitt 2018 einen schweren Herzinfarkt, den er überlebte und öffentlich thematisierte. Danach setzte er seine Arbeit fort und veröffentlichte unter anderem Jay und Silent Bob – Reboot (2019) sowie Clerks III (2022). Sein Werk ist geprägt von dialoglastigem Humor, Popkulturreferenzen und autobiografischen Elementen.
[CP]
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