Der Blick auf Filmplakaten ist eines der stärksten Mittel, um sofort eine emotionale Verbindung herzustellen. Ein direkter, frontaler Blick wie auf dem Plakat zu Das Schweigen der Lämmer (1991) erzeugt Unbehagen und Intimität zugleich: Die Figur scheint den Betrachter zu durchdringen und macht ihn zum Komplizen der Geschichte.
Seit den 1970er-Jahren wird der Blick auch genutzt, um Beobachtung und Überwachung zu thematisieren. Auf dem Plakat zu Der Dialog (1974) wird der suchende, konzentrierte Blick zur Metapher für Paranoia und das ständige Beobachtetwerden. Ähnlich arbeitet Die Augen der Laura Mars (1978) mit einem intensiven, fast tranceartigen Blick, der Vision und Bedrohung miteinander verschränkt.
Ein seit Jahrzehnten beliebtes Motiv ist der Blick durch ein Fenster oder einen Rahmen, wie bei Das Fenster zum Hof (1954). Hier lenkt der Blick nicht nur die Aufmerksamkeit, sondern definiert auch den Raum der Handlung: Was im Bildausschnitt liegt, wird wichtig, alles andere bleibt im Dunkeln. So wird der Blick auf Filmplakaten zum zentralen Werkzeug, um Spannung, Nähe oder Distanz bereits vor dem ersten Filmbild zu inszenieren.
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