Magische Filmplakate arbeiten weniger mit realistischer Weltabbildung als mit dem Versprechen eines Übergangs ins Andere. Wenn auf dem Plakat zu Harry Potter und der Stein der Weisen (2001) der leuchtende Zauberstab den Bildraum öffnet, wird Magie als Lichtquelle inszeniert, die den Zuschauer direkt anstrahlt und in die Welt von Hogwarts hineinzieht. Die Komposition suggeriert: Wer dieses Kino betritt, überschreitet eine unsichtbare Schwelle.
In Die unendliche Geschichte (1984) schwebt das Emblem Auryn vor einem kosmischen Hintergrund. Das Plakat verdichtet Magie zu einem einzigen Symbol, das zugleich Schutz, Rätsel und Macht verspricht. Die Figuren erscheinen kleiner, fast wie Randerscheinungen eines größeren, mythischen Zusammenhangs – Magie wird hier als übergeordnete Ordnung erfahrbar.
Das Plakat zu Der Herr der Ringe: Die Gefährten (2001) nutzt warme, goldene Töne und eine fast sakrale Lichtführung. Der Ring leuchtet nicht grell, sondern unheimlich still. Magie erscheint ambivalent: verführerisch, gefährlich, schicksalhaft. So formen magische Plakate keine klaren Antworten, sondern visuelle Beschwörungen, die das Unsichtbare gerade so weit zeigen, dass man mehr sehen will.
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