„3D“ auf Filmplakaten markiert einen Wendepunkt im visuellen Kinomarketing: Plakate versprechen nicht mehr nur eine Geschichte, sondern ein räumliches Erlebnis. Besonders deutlich wird das bei Blockbustern wie Avatar – Aufbruch nach Pandora (2009), dessen Plakat die leuchtenden Farben und die schwebenden Felsen so ins Zentrum rückt, dass die Tiefenwirkung bereits im zweidimensionalen Druck spürbar scheint. Der Zusatz „In 3D“ wird typografisch hervorgehoben, oft mit metallischen Effekten oder perspektivischer Verzerrung.
Auch Animationsfilme wie Drachenzähmen leicht gemacht (2010) nutzen Plakate, auf denen Figuren und Drachen scheinbar aus dem Bildraum heraustreten. Die Komposition arbeitet mit starken Vordergrund-Elementen, die auf den Betrachter „zufliegen“, um das spätere 3D-Erlebnis anzudeuten. Bei Filmen wie Gravity (2013) wird dagegen die Leere des Raums genutzt: Ein einzelner Körper, der im Bild zu „fallen“ scheint, erzeugt bereits auf dem Plakat eine räumliche Irritation, die das Versprechen eines immersiven 3D-Kinos visuell vorbereitet.
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