Haka. - NEUE FILMPLAKATE VON HERBERT DASSEL

Cover Gebrauchsgraphik Mai 1928Die vom Graphiker H.K. Frenzel und dem Kaufmann A. Engelbrecher gegründete Zeitschrift Gebrauchsgraphik - Monatsschrift zur Förderung der künstlerischen Reklame erschien von 1924 zunächst bis 1944 und übernahm damit faktisch die Funktion der 1921 eingestellten Das Plakat. Ab 1927 erschien sie zweisprachig und fand daraufhin auch in England einige Verbreitung. Später wurde unter der Nazi-Herrschaft der englische Sprachteil verboten, am Ende des 2. Weltkrieges musste die Zeitschrift aufgrund der Ressourcenknappheit ihr Erscheinen einstellen. 1950 kam es zu einer Neugründung unter gleichem Namen. In den 70ern wurde sie dann in Novum - World of Graphic Design umbenannt. Novum existiert bis heute.

Der vorliegende Text stammt aus dem Mai-Heft 1928, Seite 37 bis 41.

Hermann Karl Frenzel wurde am 21.12.1882 in Horka (damals Schlesien, heute Sachsen) geboren. Er machte zunächst eine Ausbildung zum wissenschaftlichen Zeichner, bevor er an der Leipziger Akademie der bildenen Künste Malerei und Graphik studierte. Vor dem 1. Weltkrieg arbeitete er in Berlin für Zeitungen, danach entwarf er als Gebrauchsgraphiker Plakate. Er gehörte 1920 zu den Gründern des Bundes Deutscher Gebrauchsgraphiker (BDG). 1924 gründete er zusammen mit dem Verlagskaufmann Engelbrecher die Monatszeitschrift Gebrauchsgraphik deren Herausgeber er bis zu seinem Tod am 15.10.1937 war.

Neue Filmplakate von Herbert Dassel

OFT haben wir in unserer Zeitschrift uns mit dem Kinoplakat mit seinem verwilderden Einfluß auf die ganze deutsche Plakatkunst beschäftigt. Um so lieber führen wir einen Graphiker vor, dem es gelungen ist, die hier verlangte Sensation mit anderen als bisher üblichen Mitteln zu erreichen. Jede Sensation bei Dassel'schen Plakaten liegt in der Dramatisierung der Schriftgestaltung. Sein Plakat für den Zirkus-Film von Chaplin muß man als eine Meisterleistung bezeichnen. Auch die meisten seiner übrigen Schriftplakate tragen die Atmosphäre von Dramatik und Spannung oft in weit höherem Maße, als es durch figürliche Darstellungen möglich ist. Die Plakate sind der beste Beweis dafür, daß es bei allen künstlerischen Gestaltungsformen, also auch beim Plakat, immer nur auf das Wie, nicht aber auf das Was ankommt.

Haka.

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FPA 03.01.2023

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