Filmplakat: Mutter Krausens Fahrt ins Glück (1929)

Plakat zum Film: Mutter Krausens Fahrt ins Glück
Filmplakat: Mutter Krausens Fahrt ins Glück (Otto Nagel)

Weiteres Filmplakat

Deutscher Titel:Mutter Krausens Fahrt ins Glück
Originaltitel:Mutter Krausens Fahrt ins Glück
Produktion:Deutschland (1929)
Deutschlandstart:30. Dezember 1929
Externe Links:Internet Movie Database
Poster aus:Deutschland
Größe:305 x 460 Pixel, 77.5 kB
Entwurf:Otto Nagel
Kommentar:Uraufführungsplakat
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Bildbeschreibung:

Dieses Filmplakat für "Mutter Krausens Fahrt ins Glück" ist ein eindrucksvolles Beispiel für die expressionistische Filmplakatkunst der Weimarer Republik. Die Komposition ist dicht und dynamisch, mit einer Vielzahl von Gesichtern, die in verschiedenen Emotionen und Perspektiven dargestellt werden.

Künstlerischer Stil und Komposition: Der Stil ist grob und ausdrucksstark, typisch für Holzschnitte oder Lithografien dieser Zeit. Die Linien sind kräftig und die Gesichter sind oft übertrieben dargestellt, um Emotionen zu verstärken. Die Farbpalette ist begrenzt, dominiert von Gelb-, Rot- und Blautönen, was dem Plakat eine gewisse Härte und Intensität verleiht. Die Anordnung der Figuren erzeugt ein Gefühl von Chaos und Überfüllung, was die sozialen Spannungen und das harte Leben der dargestellten Charaktere widerspiegeln könnte.

Inhaltliche Interpretation: Der Titel "Der grosse Zille-Film Mutter Krausens Fahrt ins Glück!" deutet darauf hin, dass der Film auf den Werken des Berliner Fotografen Heinrich Zille basiert, der für seine Darstellungen des Berliner Proletariats bekannt war. Die vielen verschiedenen Gesichter – von Kindern über Frauen bis hin zu älteren Menschen, einige mit deutlichen Merkmalen wie einem Augenklappen – repräsentieren wahrscheinlich die breite Bevölkerungsschicht, die im Film porträtiert wird. Die Frau in der Mitte, die einen Badeanzug trägt, könnte ein Symbol für eine gewisse Hoffnung oder einen Ausbruch aus dem Alltag sein, während die anderen Gesichter Sorge, Freude oder Entschlossenheit ausdrücken.

Botschaft und Kontext: Das Plakat vermittelt eine Botschaft über das Leben der einfachen Leute, ihre Kämpfe und ihre Suche nach Glück. Die Nennung von "Protektorat Prof. Käthe Kollwitz" und "Prof. Hans Baluschek" deutet auf eine Verbindung zu sozialkritischen Künstlern und Intellektuellen hin, die sich mit den sozialen Problemen ihrer Zeit auseinandersetzten. Käthe Kollwitz war bekannt für ihre einfühlsamen Darstellungen von Armut und Leid. Der Film und sein Plakat sind somit wahrscheinlich ein Spiegelbild der sozialen Realitäten und der Suche nach einem besseren Leben im Berlin der 1920er Jahre.

Zusammenfassend ist dieses Plakat nicht nur ein Werbemittel, sondern auch ein künstlerisches Statement, das die soziale Realität und die menschlichen Emotionen auf eindringliche Weise einfängt.

Schlagworte: Menschen, Menge, Glück, Familie, Zeichnung, Gesellschaft, Karikatur

Image Describer 08/2025