Skurrile Filmplakate leben von der Irritation: Wenn vertraute Bildlogiken gebrochen werden, entsteht ein humorvoller, manchmal verstörender Reiz. Auf dem Plakat zu Der Schuh des Manitu (2001) etwa kollidiert Western-Ikonografie mit albernen Posen und grellen Farben – die Parodie wird schon im Standbild sichtbar. Skurrilität funktioniert hier als Einladung, Genre-Erwartungen spielerisch zu zerlegen.
Auch bei Lola rennt (1998) wirkt das Plakat mit der dynamischen, fast aus dem Bild springenden Figur und der fragmentierten Typografie leicht aus der Bahn geraten. Die Komposition suggeriert Hektik und Zufall, als wäre das Bild selbst in Bewegung geraten. Skurril ist weniger das Motiv als die Überzeichnung des Moments.
In Das Leben des Brian (1979) wird die religiöse Ikonografie durch übergroße, schwebende Schriftzüge und comicartige Figuren ins Absurde gezogen. Ähnlich spielt Toni Erdmann (2016) mit einem irritierenden Motiv – der riesigen Fellmaske – die auf dem Plakat zwischen Komik und Peinlichkeit oszilliert. Skurrile Plakate öffnen so einen Zwischenraum, in dem das Publikum nicht weiß, ob es lachen oder staunen soll.
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