Deutscher Titel: | Prater |
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Originaltitel: | Prater |
Produktion: | Österreich, Deutschland (2007) |
Deutschlandstart: | 10. Februar 2007 (Berlinale) |
Externe Links: | Internet Movie Database |
Poster aus: | Deutschland |
Größe: | 494 x 700 Pixel, 171.5 kB |
Dieses Filmplakat für "Prater" von Ulrike Ottinger ist ein visuell eindringliches Werk, das sofort Aufmerksamkeit erregt. Der rote Hintergrund mit dem gelben Titel "PRATER" in Großbuchstaben dominiert den oberen Teil und vermittelt eine gewisse Energie und Dramatik. Darunter entfaltet sich eine surreale und leicht makabre Szene.
Im Vordergrund sehen wir die aufgerissenen Kiefer eines grünen Krokodils, das blutige Überreste im Maul hält. Die detaillierte Darstellung des Krokodils mit seinen scharfen Zähnen und der rauen Haut erzeugt ein Gefühl von Gefahr und Wildheit. Direkt daneben, im rechten Teil des Bildes, thront eine skelettartige Figur mit leuchtend roten Augen. Die Knochenstruktur und die Geste der Hand, die zum Gesicht geführt wird, verleihen dem Skelett eine fast menschliche, aber unheimliche Präsenz. Die Kombination aus Krokodil und Skelett erzeugt eine Atmosphäre des Grotesken und des Unheimlichen, die typisch für Ottingers avantgardistischen Stil sein könnte.
Der graue, texturierte Hintergrund, der an eine Felswand oder eine grobe Mauer erinnert, verstärkt die düstere und theatralische Stimmung. Links im Bild ist ein Teil eines Eingangs oder Fensters zu sehen, das mit einer Reihe von roten Lichtern geschmückt ist, was einen Kontrast zur Dunkelheit bildet und an Jahrmarkt-Attraktionen erinnert, wie sie im Prater zu finden sind.
Der Untertitel "Immerzu fliegen im Sitzen und Liegen" deutet auf eine Reise oder eine Erfahrung hin, die sowohl physisch als auch metaphorisch sein könnte. Die Nennung von "ein Film von ULRIKE OTTINGER" platziert das Werk klar im Kontext der Regisseurin, die für ihre experimentellen und oft provokanten Filme bekannt ist. Die Auflistung der Gäste wie Elfriede Jelinek, Elfriede Gerstl und Veruschka deutet auf eine Verbindung zu prominenten Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur hin, was dem Film zusätzliche Relevanz verleiht.
Insgesamt vermittelt das Plakat eine Mischung aus Faszination und Unbehagen. Es verspricht einen Film, der sich mit Themen wie Vergänglichkeit, Natur, menschlicher Existenz und vielleicht auch mit der künstlichen Welt des Vergnügungsparks auseinandersetzt. Die starke visuelle Sprache und die symbolträchtigen Elemente laden den Betrachter ein, tiefer in die Welt des Films einzutauchen.
Schlagworte: Skelett, Krokodil, Kunst, Horror, Surreal, Karneval, Figur, Skulptur, Grotesk
Image Describer 08/2025