Filmplakat: Jettchen Geberts Geschichte. 1. Jettchen Gebert (1918)

Plakat zum Film: Jettchen Geberts Geschichte. 1. Jettchen Gebert
Filmplakat: Jettchen Geberts Geschichte. 1. Jettchen Gebert (Josef Fenneker 1918)
Deutscher Titel:Jettchen Geberts Geschichte. 1. Jettchen Gebert
Originaltitel:Jettchen Geberts Geschichte. 1. Jettchen Gebert
Produktion:Deutschland (1918)
Deutschlandstart:08. November 1918 (Premiere)
Externe Links:Internet Movie Database
Poster aus:Deutschland (1918)
Größe:700 x 515 Pixel, 133.2 kB
Entwurf:Josef Fenneker
Kommentar:Plakat des U.T. Kinos Kurfürstendamm Berlin
Cast: Conrad Veidt (Doktor Köstling)
Crew: Richard Oswald (Regie), Richard Oswald (Drehbuch)
JustWatch logo
Bildbeschreibung:

Dieses Filmplakat für "Jettchen Geberts Geschichte. 1. Jettchen Gebert" ist ein ausdrucksstarkes Beispiel für die Kunst der Weimarer Republik. Der Stil ist stark von Expressionismus und Art déco beeinflusst, was sich in den übertriebenen Gesichtszügen, den dramatischen Linien und der lebendigen Farbpalette zeigt.

Im Zentrum des Plakats steht eine Frau, deren Blick direkt auf den Betrachter gerichtet ist. Ihre großen, dunklen Augen und die geschwungenen Locken verleihen ihr eine verführerische und zugleich melancholische Ausstrahlung. Die Kleidung, die nur angedeutet wird, scheint opulent und der Zeit entsprechend zu sein. Die Farbgebung ist kräftig, mit dominanten Grün-, Rot- und Gelbtönen, die eine emotionale Intensität erzeugen.

Der Titel "Jettchen Gebert" ist in einer dekorativen, fast kalligrafischen Schrift gehalten, die die künstlerische Gestaltung unterstreicht. Darunter finden sich Informationen wie "nach dem gleichnamigen Roman von Georg Hermann" und "Regie: Rich. Oswald", die auf die literarische Vorlage und die filmische Umsetzung hinweisen. Der Schriftzug "ab heute" und "Kurfürstendamm" verorten das Geschehen und die Premiere des Films im Berlin der 1920er Jahre, einer Zeit des kulturellen Aufbruchs und Wandels.

Das Plakat fängt die Atmosphäre des Films und der Epoche ein – eine Mischung aus Glamour, Drama und einer gewissen Düsternis. Die künstlerische Handschrift, die sich auch in der Signatur "D. Fankenberg" widerspiegelt, verleiht dem Werk eine persönliche Note und macht es zu einem wertvollen Zeitdokument.

Schlagworte: Jugendstil, Expressionismus, Theater, Berlin, Frisur

Image Describer 08/2025