Deutscher Titel: | Bucht des Todes, Die |
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Originaltitel: | Bukhta smerti |
Produktion: | Sowjetunion (1926) |
Externe Links: | Internet Movie Database |
Poster aus: | Österreich (1926) |
Größe: | 471 x 700 Pixel, 150.8 kB |
Entwurf: | Mihály Biró |
Dieses Filmplakat für "Die Bucht des Todes" (original: "Потоп" / "Potop") ist ein eindringliches Werk, das durch seinen expressionistischen Stil und seine dramatische Komposition besticht.
Bildbeschreibung:
Das Plakat zeigt eine Szene voller Leid und Verzweiflung. Im Zentrum steht eine Frau, deren Gesichtsausdruck von Schmerz und Angst gezeichnet ist. Sie ist mit einem dunklen, wallenden Gewand bekleidet, das ihre Verletzlichkeit unterstreicht. Ihre erhobene Hand scheint sich gegen etwas abzuwehren, während ihr Körper von Pfeilen durchbohrt wird, die von links in das Bild ragen. Diese Pfeile symbolisieren Bedrohung und Angriff.
Zu ihren Füßen liegt ein nacktes Kind, das hilflos und schutzlos wirkt. Die Geste der Frau, die sich über das Kind beugt, deutet auf einen mütterlichen Schutzinstinkt hin, der jedoch angesichts der überwältigenden Gefahr machtlos erscheint. Die Farbpalette ist begrenzt und besteht hauptsächlich aus Schwarz, Weiß und einem tiefen Rot. Das Rot wird gezielt eingesetzt, um die dramatische Intensität zu steigern und auf die Gewalt und das Blut hinzuweisen.
Interpretation und Botschaft:
Der Titel "Die Bucht des Todes" und die Darstellung von Leid und Bedrohung lassen auf einen Film schließen, der sich mit Themen wie Krieg, Gewalt, Verlust und dem Kampf ums Überleben auseinandersetzt. Die Frau und das Kind können als Symbole für Unschuld und Menschlichkeit stehen, die von den zerstörerischen Kräften der Welt bedroht werden. Die Pfeile könnten für die Grausamkeiten des Krieges oder andere Formen von Verfolgung stehen.
Der expressionistische Stil, mit seinen groben Linien und starken Kontrasten, verstärkt die emotionale Wirkung des Plakats und vermittelt ein Gefühl von Unruhe und existenzieller Angst. Das Plakat ist nicht nur eine Ankündigung des Films, sondern auch ein Kunstwerk, das die Zuschauer emotional berühren und zum Nachdenken anregen soll.
Hintergrundinformationen:
Der Film "Потоп" (Potop), der 1928 in der Sowjetunion unter der Regie von Juri Scheljabužski gedreht wurde, thematisiert die Ereignisse während des russischen Bürgerkriegs. Das Plakat wurde von dem bekannten russischen Künstler Nikolai Prus (Николай Прус) gestaltet und spiegelt die künstlerischen Strömungen der Zeit wider. Die Nennung von "Goskinofilm Moskau" und "Monopol, Newa-Film Wien" weist auf die Produktions- und Vertriebswege des Films hin.
Schlagworte: Kind, Leiden, Verzweiflung, Schwert, Expressionismus, Rot, Tragödie, Gewalt, Krieg
Image Describer 08/2025